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Sportliches Konzept

1 Sportliches Konzept FC Neuenhagen 1913

1.1 Allgemeines

Der FC Neuenhagen 1913 ist ein Fußballverein. Das vorliegende sportliche Konzept beschreibt unsere grundlegende Ausrichtung und Philosophie im Erwachsenen- sowie im Jugend- und Kinderbereich. Auch der Fußball im Seniorenbereich spielt in unserem Verein eine wichtige Rolle.

Unser Konzept

  • ermöglicht eine langfristige Planung.
  • definiert klar die Ziele des Vereins.
  • ist auf die Sicherung der Zukunft unseres Vereins ausgerichtet.
  • dient Trainern, Betreuern, Spielern und Funktionären als Richtschnur, an der sie ihr Handeln ausrichten können.
  • sorgt für eine positive Außendarstellung.
  • erhöht die Transparenz, sodass auch Eltern, Sponsoren und interessierte Außenstehende die Zusammenhänge im vereinsinternen Fußball besser verstehen und nachvollziehen können.

Das Konzept hat weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Vollkommenheit, sondern ist offen für neue Ideen, neue Erkenntnisse, Anregungen, Ergänzungen und konstruktive Kritik. Die Inhalte werden regelmäßig hinterfragt und bei Bedarf den aktuellen Gegebenheiten angepasst.

Unser Konzept wird durch die handelnden Personen mit Leben gefüllt. Wir haben die Erwartungshaltung an Trainer, Betreuer, Spieler und alle Verantwortlichen im Fußballbereich, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, sich damit zu identifizieren und in der täglichen Praxis anzuwenden.

1.2 Sportliche Leitung

Die sportliche Leitung ist verantwortlich für alle Themen, die den sportlichen Bereich des FC Neuenhagen 1913 betreffen. Die Leitung besteht aus mehreren Personen, die über klar definierte Zuständigkeiten verfügen. Hierzu gehören: die sportliche Koordination des Frauen- und Herrenbereichs sowie die sportliche Koordination des Kinder- und Jugendfußballs. Weitere Aufgaben wie die Kommunikation mit Verbänden, mit anderen Vereinen (zum Beispiel Modalitäten bei Vereinswechseln), Jugendschutz oder Trainerlizenzen sind innerhalb der sportlichen Leitung aufgeteilt.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

2 Fußball im Erwachsenenbereich

2.1 Allgemeines

Primäres Ziel des Vereins ist, talentierte Spieler über die Jugendmannschaften in den Kader der ersten Mannschaften zu bringen. Die spielstärksten Spieler werden in den ersten Mannschaften zusammengefasst. Darüber hinaus sollen sämtliche Jugendspieler in die Erwachsenenmannschaften integriert werden, um einen Spielbetrieb mit mindestens zwei Mannschaften langfristig zu gewährleisten.

Ein weiteres Ziel ist es, unsere 2. Herrenmannschaft in ein Perspektivteam mit möglichst vielen jungen – im Verein ausgebildeten – Spielern zu entwickeln.

Die erwachsenen Spieler vertreten die Werte des Vereins und sollen Vorbilder für die Jugendspieler sein.

2.2 Vision 1. Mannschaft Damen und Herren

Die 1. Mannschaften (Frauen und Männer) sind die sportlichen Aushängeschilder des Vereins. Diese sollen sportlich erfolgreich sein. Perspektivisch sollen beide ersten Mannschaften in Brandenburg eine tragende Rolle spielen.

2.3 Sportliche Leitung

Im Erwachsenenbereich ist die sportliche Leitung zuständig für die Zielsetzung, die Spielertransfers, die spielerische Ausrichtung und unterstützt bei der Kaderzusammensetzung. Dies geschieht in Abstimmung mit den Trainern.

Der regelmäßige Austausch über den Leistungsstand des Jugend- und aktiven Erwachsenenbereichs ermöglicht eine praktische Umsetzung des sportlichen Konzepts.

3 Fußball im Kinder- und Jugendbereich

Mit diesem Konzept soll den Trainern und Offiziellen eine Leitlinie für die fußballerische Ausbildung der Kinder und Jugendlichen unseres Vereins gegeben werden. Das Dokument legt die allgemeingültigen Werte und Verhaltensweisen für Kinder, Jugendliche, Trainer und Eltern fest.

Wir wollen erreichen, dass sich ALLE bei uns wohl fühlen sowie optimal leistungs- und altersgerecht gefördert und gefordert werden. Mittel- und langfristig sollen junge, sportlich und charakterlich gut ausgebildete Fußballer mit hoher Vereinsidentifikation in den Erwachsenenbereich abgegeben werden, um das Bestehen des Vereins auf einer breiten Basis nachhaltig zu sichern.

3.1 Allgemeines

Die Kinder- und Jugendarbeit unseres Vereins besteht nicht nur aus der sportlichen Ausbildung der Spieler. Die zentralen Personen, um die es geht, sind die Kinder und Jugendlichen. Unser Ziel ist es ihnen wichtige soziale und gesellschaftliche Werte zu vermitteln. Wir wollen junge Menschen nicht nur zu starken Fußballspielern, sondern auch zu starken Persönlichkeiten entwickeln.

Die Entwicklung der Persönlichkeit und das Vermitteln von gesellschaftlich relevanten Werten nehmen daher einen ebenso großen Stellenwert ein wie die sportliche Ausbildung. Wichtig für uns sind unter anderem: das soziale Miteinander auf und neben dem Platz, Ehrlichkeit, Fairness, Respekt, Teamplay, Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein, Selbstvertrauen, Zusammenhalt und der Umgang mit Siegen und Niederlagen.

3.2 Sportliche Ziele

Wir sind ein ambitionierter Breitensportverein mit Leistungsanspruch, der die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen als seine wesentliche Hauptaufgabe sieht. In einer familiären Atmosphäre haben deshalb alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihrem fußballerischen Talent, ihrem Ehrgeiz oder ihren Ambitionen – gleichermaßen die Möglichkeit, integriert und gefördert zu werden. So möchten wir eine hohe Identifikation mit und eine langfristige Bindung an unseren Verein erzielen – sei es als Spieler, Betreuer, Schiedsrichter oder Funktionär. Wir begrüßen und fördern die Ausbildung unserer Jugendlichen zu Trainern und Schiedsrichtern.

Es ist unser Anspruch, für alle Altersklassen von der G- bis zur A-Jugend durchgehend Mannschaften zu stellen.

Der sportliche Erfolg ist uns wichtig. Das Erreichen von Siegen und Meisterschaften darf aber nie auf Kosten der individuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gehen.

Im Sinne des Fußballangebots für alle Kinder und Jugendliche haben bei uns der Mädchen- und Jungenfußball denselben Stellenwert.

3.3 Organisation des Kinder- und Jugendfußballs

3.3.1 Allgemeines

Eine klare Organisation des Kinder- und Jugendfußballs ist von herausgehobener Bedeutung für unseren Verein. Grundvoraussetzung bei der Besetzung der strategischen Positionen des Jugendleiters, der Koordinatoren und der jahrgangsverantwortlichen Trainer sind fachliche Qualifikation (zum Beispiel Lizenzen), Expertise (zum Beispiel Erfahrungen) und kommunikative Fähigkeiten.

3.3.2 Jugendkoordinatoren

Der Verein verfügt über Jugendkoordinatoren, die von der sportlichen Leitung benannt werden. Diese haben übergreifende Aufgaben (bezogen auf den Kinder- und Jugendfußball im Allgemeinen) sowie spezielle Zuständigkeiten (in Bezug auf die in der jeweiligen Zuständigkeit befindlichen Altersklassen). Die Jugendkoordinatoren sind Mitglieder des Vereinsvorstandes und vertreten dort die Interessen des Kinder- und Jugendfußballs. Sie tragen die Gesamtverantwortung und sind zuständig für alle administrativen und organisatorischen Fragen des Kinder- und Jugendfußballs. Sie legen die Ziele und Rahmenbedingungen für die sportlichen Belange fest und sorgen für die Umsetzung des sportlichen Konzepts.

Die Jugendkoordinatoren kümmern sich um alle übergreifenden Fragen in ihrem Zuständigkeitsbereich. Sie arbeiten eng zusammen mit den Trainern und haben einen guten Überblick über die Spieler sowie deren Leistungsstände. Bei Bedarf vermitteln sie zwischen den Trainern eines Jahrgangs bei der Einteilung der Spieler in die Mannschaften.

Die Koordinatoren der A-/B-/C-Jugend sind zuständig für die Großfeldmannschaften. Sie berücksichtigen bei ihren Tätigkeiten die Besonderheiten des Fußballs auf dem Großfeld.

Die Koordinatoren der D-/E-/F-/G-Jugend sind zuständig für die Kleinfeldmannschaften. Sie berücksichtigen bei ihren Tätigkeiten die Besonderheiten des Fußballs auf dem Kleinfeld.

Die Jugendkoordinatoren sind die einzigen Ansprechpartner für (potentielle) Neuzugänge und nach Rücksprache mit den entsprechenden Trainern zuständig für die Zuteilung von Probespielern zu einer Mannschaft. Individuelle persönliche Gesichtspunkte des Spielers und Teamperspektive sind hierbei maßgeblich. Folgende Aspekte sind relevant bei der Zuteilung:

  • Die Mannschaften unseres Vereins sind nach Jahrgängen eingeteilt.
  • Gibt es mehrere Mannschaften in einem Jahrgang, dann erfolgt die Einteilung nach Leistung bzw. Entwicklungsstand. Kinder und Jugendliche sollten sich mit gleich starken oder minimal besseren Spielern messen, um sich bestmöglich entwickeln zu können.
  • Es gilt, für jeden Spieler ein Maximum an Spielzeit und damit auch eine möglichst optimale sportliche Entwicklung sicherzustellen.
  • Alle Mannschaften sollen nach Möglichkeit eine ähnliche Mannschaftsstärke (Spieleranzahl) aufweisen. Hierbei werden die besonderen Erfordernisse spezieller Spielmodi (zum Beispiel Zwillings-Modus…) berücksichtigt.

3.3.3 Trainer

Jede Mannschaft sollte im Idealfall über zwei Trainer/Übungsleiter verfügen. Ziel ist es, dass mindestens der Haupttrainer der ersten Mannschaft eines Jahrgangs über eine Trainer-Lizenz des Deutschen Fußballbundes (DFB) verfügt. Der Co-Trainer sollte zertifizierter Übungsleiter sein. Es ist wünschenswert, dass auch alle anderen Trainer den Erwerb von Lizenzen anstreben. Der Verein unterstützt die Trainer in organisatorischer und finanzieller Hinsicht beim Erwerb von Übungsleiter- und Trainer-Lizenzen bzw. bei Fortbildungen.

3.3.4 Kinder- und Jugendschutzbeauftragter

Kinder und Jugendliche sind in ihrer Entwicklung und in ihrem Leben besonders verletzlich. Sie müssen daher vor Vernachlässigung, Misshandlung, Gewalt und Ausbeutung geschützt werden. Daher verfügt unser Verein über einen Kinder- und Jugendschutzbeauftragten. Dieser spielt eine zentrale Rolle in der Prävention und Intervention, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen geht. Kinder- und Jugendschutz umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, das Wohl von Kindern zu sichern und sie vor Gefahren zu bewahren.

3.4 Verhaltensregeln

Folgende Werte und Verhaltensregeln sind uns wichtig und sollen als Ehrenkodex für Spieler, Trainer und Eltern verstanden werden:

Allgemein

  • Der FC Neuenhagen 1913 steht für Fairplay und Respekt.
  • Wir schaffen ein Umfeld, in dem sich jeder wohl fühlt.
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene – alle werden akzeptiert und respektiert.
  • Wir sind hilfsbereit und nehmen Rücksicht auf andere Menschen.
  • Wir benutzen keine Schimpfwörter, sprechen respektvoll miteinander und mit anderen Menschen.
  • Wir pflegen einen offenen und ehrlichen Umgang.
  • Wir sind verlässlich und hilfsbereit.
  • Konflikte lösen wir gewaltfrei.
  • Auch die Themen Umwelt, Sauberkeit und Ordnung haben für uns eine große Bedeutung: Wir sind umweltbewusst und entsorgen unseren Müll. Wir gehen sorgsam mit dem Eigentum des Vereins und von anderen Vereinen um.

Spieler und Trainer

  • Wir halten uns an die geltenden Fußballregeln des DFB.
  • Wir akzeptieren Schiedsrichterentscheidungen.
  • Wir spielen Fußball, um zu gewinnen, akzeptieren Niederlagen aber mit Anstand. Wenn wir siegen, dann sind wir „gute Gewinner“.
  • Wir sind ein Team. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam.
  • Wir verhalten uns fair gegenüber Mitspielern, Gegenspielern, Schiedsrichtern und Zuschauern.
  • Teamfähigkeit und Disziplin sind wichtige Werte für uns.
  • Mit der Entscheidung, Teil eines Teams zu werden, gehen die Spieler eine Verpflichtung ein. Die Teilnahme an Training und Spiel ist eine Selbstverständlichkeit. Alle erscheinen pünktlich. Abmeldungen erfolgen rechtzeitig.

Eltern

  • Insbesondere im Bereich des Kinderfußballs spielen die Eltern eine besondere Rolle. Sie motivieren ihre Kinder zum Training, fahren diese zu Trainingseinheiten und Spielen und bringen sich auch sonst im Team und Verein im Rahmen ihrer Möglichkeiten ein.
  • Die Eltern akzeptieren, dass der Trainer für alle sportlichen Fragen verantwortlich ist.
  • Sie kritisieren ihre und andere Kinder nicht aufgrund ihrer fußballerischen Leistung. Stattdessen motivieren und unterstützen sie als Zuschauer bei den Spielen durch Anfeuern und Aufmuntern.
  • Sie tragen durch ihr Verhalten dazu bei, dass die Kinder Spaß und Begeisterung durch und am Fußball erleben können.
  • Die Eltern vermeiden jegliche Konflikte mit gegnerischen Trainern, Mannschaften, Zuschauern oder den Schiedsrichtern.

4 Grundsätze und Leitlinien für den Trainings- und Spielbetrieb

Für den Trainings- und Spielbetrieb folgen wir den nachstehend dargelegten Grundsätzen und Leitlinien.

4.1 Organisation

Die Teams einer Altersstufe trainieren nach Möglichkeit gemeinsam (zeitgleich an einem Trainingstag). Die Trainer arbeiten eng zusammen. Ein reibungsloser Übergang zwischen den Altersklassen wird gewährleistet.

4.2 Sportlicher Wettbewerb

Die Mannschaften werden leistungsentsprechend in den entsprechenden Ligen gemeldet. Es ist aber unsere Ambition, in jedem Jahrgang eine Leistungsmannschaft zu stellen, die in der höchstmöglichen Liga spielen soll.

Gibt es eine weitere Mannschaft im gleichen Jahrgang, so sollen in dieser Perspektivmannschaft die Spieler an das Leistungsniveau der Leistungsmannschaft herangeführt werden. Die sinnvolle Zuteilung der Spieler zu den Mannschaften wird fortlaufend durch die Trainer (unterstützt durch die sportliche Leitung) evaluiert und bei Bedarf angepasst.

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, dass alle Sportler in unserem Verein willkommen sind, sollten weniger ambitionierte Spieler die Möglichkeit haben, in einer Freizeitmannschaft aktiv zu sein. Diese kann aus Spielern der beiden Jahrgänge einer Jugend bestehen.

4.3 Trainer

Die Trainer spielen die zentrale Rolle bei der sportlichen Ausbildung der Kinder und Jugendlichen sowie deren Persönlichkeitsentwicklung. Die Trainer repräsentieren unseren Verein. Sie sind zuverlässig und verhalten sich auf und neben dem Platz vorbildlich. Sie achten das Fairplay, vor allem auch gegenüber Gegnern und Schiedsrichtern. Die Trainer sorgen mit ihrem Verhalten und ihren Taten dafür, dass sich die Kinder und Jugendlichen in unserem Verein wohl fühlen. Sie sind teamfähig, kooperativ und fördern den Teamgeist. Die Trainer sind offen und lernbereit gegenüber der Spielauffassung des Vereins und nehmen an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen sowie Trainersitzungen teil. Sie bieten ein abwechslungsreiches und altersgerechtes Training an und stellen die Freude am Fußballspielen und die sportliche Ausbildung sowie persönliche Weiterentwicklung eines jeden Spielers in den Vordergrund. Die Trainer behandeln alle Spieler gleich, unabhängig von ihren fußballerischen Qualitäten und der persönlichen Voraussetzungen und Eigenarten.

4.4 Trainingsziele und -inhalte

Die Kinder und Jugendlichen werden in unserem Verein jederzeit gut betreut. Das Ziel ist die individuelle Förderung des einzelnen Sportlers. Das Kinder- und Jugendtraining ist kein reduziertes Erwachsenen-Training, sondern ein eigenständiger Trainingsbereich. Wir legen größten Wert auf altersgerechte, leistungsabhängige und abwechslungsreiche Inhalte. Kleine Trainingsgruppen bieten die Möglichkeit, individuell auf die Spieler einzugehen. Wir erzielen Lernfortschritte durch intensives Üben mit viel Bewegung und vielen Ballkontakten für jeden Einzelnen.

Wir orientieren uns an der „Trainingsphilosophie Deutschland“ des DFB. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Spieler. Bei der Trainingsgestaltung beachten wir drei wesentliche Qualitätsmerkmale:

  • Freude: alle Kinder sollen mit Begeisterung am Training teilnehmen und durch viele Ballkontakte in jeder Spiel- und Trainingsform Spaß haben. Wer Spaß hat lernt besser.
  • Intensität: während des Trainings muss für alle Spieler eine hohe Trainingsintensität gewährleistet werden. Wichtig ist eine konstant hohe Nettospielzeit, Standzeiten gilt es zu vermeiden.
  • Wiederholung: Kinder verbessern sich durch eine hohe Anzahl an Ballaktionen. Aus diesem Grund sind viele Wiederholungen essentiell.

Aus Sicht der „Trainingsphilosophie Deutschland“ sollte im Kinder- und Jugendfußball eine klare Struktur eingehalten werden. Durch die Auswahl der richtigen Trainingsformen kann die Spielzeit pro Kind verdoppelt oder sogar verdreifacht werden. Der Aufbau der idealen Trainingseinheit besteht aus:

  • Aktivierung (15 Minuten)
  • Spielen 1 (30 Minuten)
  • Zwischenblock (15 Minuten)
  • Spielen 2 (30 Minuten)

Bei der Trainingsdurchführung gelten die methodischen Prinzipien:

  • vom Leichten zum Schweren,
  • vom Bekannten zum Unbekannten und
  • vom Einfachen zum Komplexen.

Wir unterscheiden im Kinder- und Jugendfußball die folgenden drei Stufen:

  • Grundlagenbereich (G-/F-/E-Jugend)
  • Aufbaubereich (D-/C-Jugend)
  • Leistungsbereich (B-/A-Jugend)

4.4.1 Ziele des G-/F-/E-Jugendtrainings (Grundlagenbereich)

  • Spaß am Fußball wecken und Förderung der Freude am Fußball.
  • Regeln vorleben und einfordern, pünktlich sammeln und treffen.
  • Spielerisches Erlernen der wichtigsten Fußball-Techniken in Grobform und vor allem in kleinen Gruppen.
  • Grundgedanke „Aktives Verteidigen“. Wir verteidigen immer aktiv, d. h. wir warten nicht ab, was der Gegner macht.
  • Vermittlung der Spielidee „Tore erzielen und Tore verhindern“.
  • 1:1 bis 3:3 im Training fördern (G-Jugend bis 2:2).
  • Angst vor dem Ball nehmen, an den Ball gewöhnen.
  • Koordination und Körperbewusstsein schaffen.
  • Förderung von Teamgeist, Selbstvertrauen und Kreativität.
  • Gemeinsamkeit fördern (in der Kabine umziehen und gemeinsam zum Trainingsplatz gehen).
  • Keine Festlegung auf einzelnen Positionen, Vielseitigkeit schulen.
  • Schwächere Spieler intensiver schulen.
  • Talente erkennen und fördern.

4.4.2 Ziele des D- und C-Jugendtrainings (Aufbaubereich)

  • „Goldenes Lernalter“.
  • Spaß am Fußballspielen erhalten.
  • Festigen der Grundtechniken.
  • Anwendungen dieser Techniken unter Gegnerdruck.
  • Koordinative Grundlagen weiter verbessern. Sollte Bestandteil jedes Trainings sein.
  • 1:1 bis 4:4 im Training fördern.
  • Verbesserung des Grundgedankens „Aktives Verteidigen“. Wir verteidigen immer aktiv, d. h. wir warten nicht ab, was der Gegner macht.
  • Einführung der 4er Kette.
  • Schaffung taktischer Grundlagen wie Hinterlaufen, Doppelpass.
  • Raumaufteilung.
  • Zweikampfverhalten ausbauen.
  • Spielerische Stabilisierung der konditionellen Grundlagen.
  • Förderung der positiven Persönlichkeitseigenschaften wie Selbstständigkeit, Leistungsbereitschaft, Fairplay usw.
  • Gemeinsamheit fördern (in der Kabine umziehen und gemeinsam zum Trainingsplatz gehen, nach dem Sport vor Ort duschen).
  • Spieler im Fußball halten (Frühphase Pubertät = andere Interessen).
  • Berücksichtigung des Themas Schule (insbesondere im Hinblick auf bevorstehende Schulwechsel nach der 6. Klasse).

4.4.3 Ziele des B- und A-Jugendtrainings (Leistungsbereich)

  • Spaß am Fußballspielen.
  • Verbesserung der erlernten technisch-taktischen Grundlagen.
  • Schulung der Wettkampf-Technik d. h. Technik und Taktik anwenden.
  • Schulung taktischer Schwerpunkte, ständige Verbesserung der 4er-Kette.
  • Gruppentaktisches Verhalten möglichst perfektionieren und Wert auf mannschaftstaktisches Verhalten legen (Pressing, Umschaltspiel, etc.).
  • Spieler an den Erwachsenbereich heranführen (A-Jugend).
  • Förderung von Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Mitverantwortung und Identifikation.
  • Spieler im Fußball halten (Spätphase Pubertät = andere Interessen).

Stand März 2026

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